17.06.2021  09:00 Uhr – 16:30 Uhr

Theater spielen macht nicht nur Kinder "selbst bewusst"

Für alle, die Kinder besser verstehen und sie ihren Fähigkeiten entsprechend typgerecht unterstützen möchten, bieten Theater-Übungen zur Persönlichkeitsentwicklung einen neuen Blickwinkel auf die Stärken und Schwächen von Kindern. Der rastlose Zappelphilipp entpuppt sich z.B. als Macher, der stille kleine Professor ist vielleicht ein Denker und in dem fantasievollen Mädchen erkennt man einen Fühler. Eine neue Sichtweise, die Gelassenheit und einen veränderten Umgang mit Kindern ermöglicht.
Um das beurteilen zu können, ist es jedoch erforderlich, sich zunächst klar darüber zu werden, welchem Typ man selbst angehört. Erst dann ist man in der Lage, die Kinder richtig einzuschätzen. Schon der rumänische Arzt und Entwickler des Psychodramas Jacob Levy Moreno (1889 - 1974) sprach von nicht genutzten inneren Rollen (Ressourcen) und den damit verbundenen Auswirkungen auf das äußere Leben. Ähnlich wie in Morenos Psychodrama spielen auch beim Improvisationstheater drei wesentliche Fähigkeiten, nämlich Einfühlungsvermögen, Kreativität und Spontaneität, eine große Rolle.
Machen Sie durch diese ART des Theaterspielens eine Selbsterfahrung, die im Alltag meist zu kurz kommt. Ihnen werden auf spielerische Weise nicht nur Ihre Stärken, sondern auch Ihre Entwicklungspotenziale bewusst. Das ist eine Form von Theaterarbeit, bei der keine literarischen Vorlagen benutzt werden, sondern kindgerechte Szenen aus der Märchenwelt im Vordergrund stehen. Lernen Sie Kinder dabei zu begleiten, aus erzählten Geschichten einzelne Spielszenen zu machen. So lässt sich der Erziehungsalltag nicht nur dauerhaft entspannen, sondern macht Sie zu einem kompetenten Gesprächspartner, bei dem Kinder gerne Rat suchen. Gleichzeitig erlangen die Kinder dadurch ein vermehrtes Selbstwertgefühl und entwickeln sich so zu glücklichen und verantwortungsvollen Mitgliedern unserer Gesellschaft.

Dozierende/r

  • Barbara Leufgen (Ass. Agrarwirtschaft, M.A.)